SMART-Zielsetzung

Vom Bauchgefühl zur Zieldefinition

Was steckt dahinter – und wofür ist es gut?

Die SMART-Methode ist ein etabliertes Instrument, um Ziele klar, überprüfbar und realistisch zu formulieren. „SMART“ steht für spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert. Sie eignet sich besonders für kürzere Zielklärungen und hilft, diffuse Vorhaben in präzise Absichten zu übersetzen.

SMART kann von Lehrpersonen z.B. in der Begleitung von Schreibprozessen oder zur Unterstützung der Reflexion, oder auch von Studierenden selbstständig z.B. im Rahmen von Projektarbeiten eingesetzt werden.

Aufwand: niedrig

 

 

DURCHFÜHRUNG: Erklärung der Methode

NACHBEREITUNG: Feedback

Einblicke

Begleiten

SCHREIBVORHABEN STRUKTURIEREN
Aktivität Nutzen

In einem Kolloquium zur Masterarbeit begleitet die Dozierende die Studierenden durch Zwischenziele nach der SMART-Methode. In den Sitzungen definieren die Studierenden konkrete Arbeitsschritte, z.B. «bis Ende Woche die Argumentationslinie für Kapitel 2 entwerfen» oder «bis zum nächsten Treffen drei zentrale Quellen kritisch auswerten».

Die SMART-Methode hilft, den Schreibprozess zu strukturieren und Fortschritte zu planen und damit auch sichtbar zu machen. Aus einem vagen «Ich schreibe an der Arbeit» wird ein überprüfbarer Arbeitsplan.
GRUPPENPROJEKTE VERBINDLICH PLANEN
Aktivität Nutzen

Zu Beginn einer Gruppenarbeit formulieren die Studierenden ihre Projektziele nach der SMART-Methode, z.B. «Bis zum 15. Mai erstellt unsere Gruppe einen strukturierten Entwurf für das Projektkonzept (ca. 5 Seiten), in dem wir die Zielgruppe, die wichtigsten Arbeitspakete und den Zeitplan festhalten.». In einem kurzen Workshop erläutert die Lehrperson die Kriterien und begleitet den Prozess durch Rückfragen: Sind die Ziele realistisch erreichbar? Wie lässt sich der Fortschritt überprüfen? Die Teams dokumentieren ihre Ziele schriftlich und reflektieren diese in einer Folgesitzung

Die SMART-Methode unterstützt die Studierenden dabei, ihre Vorhaben klar, überprüfbar und gemeinsam verständlich zu formulieren. Durch die Begleitung der Lehrperson werden unpräzise oder widersprüchliche Zielsetzungen früh erkannt und angepasst.
STUDIENWEG ODER KARRIEREZIELE FESTLEGEN
Aktivität Nutzen
Im Rahmen eines Beratungsgesprächs begleiten Lehrende die Studierenden dabei, konkrete nächste Schritte in ihrer Studien- oder Karriereplanung als SMART-Ziele zu formulieren, z.B. die Planung eines Praktikums, das Erstellen eines Bewerbungsportfolios oder die Auswahl eines passenden Masterstudiengangs. Durch konkrete Fragen («Was genau möchten Sie bis wann erreicht haben?») helfen Lehrende, allgemeine Vorsätze in präzise, realistische und terminierte Handlungsschritte zu überführen. Die Anwendung der SMART-Methode bietet Orientierung und unterstützt die Selbstwirksamkeit, insbesondere in Übergangs- oder Entscheidungsphasen. Studierende entwickeln ein konkretes Vorgehen statt vager Absichten, erkennen eigene Prioritäten und können Fortschritte überprüfen.

 

Stolperfrei durchstarten

Was kann herausfordernd sein? Was hilft in der Praxis?
Ziele bleiben zu vage.

Geben Sie Beispiele für gute SMART-Ziele.

Studierende konzentrieren sich nur auf Formalismus.

Betonen Sie die inhaltliche Qualität und Relevanz der Ziele.

Wenig Raum für Reflexion.

Kombinieren Sie SMART bei Bedarf mit Methoden wie GROW oder Lernjournals.

 

Alternative Methoden

GROW-Modell

Strukturiert den Weg von der Zielidee zur Umsetzung. Legt den Schwerpunkt auf umfassendere Reflexion und Lösungsfindung im Prozess.

Lernjournal

Fördert Zielorientierung und Selbststeuerung im Lernprozess. Legt den Fokus auf kontinuierliche Reflexion und Entwicklung, nicht auf die präzise Formulierung einzelner Ziele.

Peer-Beratung

Fördert strukturierte Zielklärung und konkrete nächste Schritte. Basiert auf sozialer Reflexion zwischen Studierenden statt individueller Zieldefinition.

 

 

Ressourcen

Doran, G. T. (1981). There’s a S.M.A.R.T. Way to Write Management’s Goals and Objectives. Management Review.