Workshop

Raum für praxisnahe Anwendung

Was steckt dahinter – und wofür ist es gut?

Workshops sind Lehrformate, die auf aktiver Beteiligung, kooperativem Arbeiten und konkreter Anwendungsorientierung beruhen. Sie eignen sich besonders für die Förderung von Kompetenzen, die über reine Wissensvermittlung hinausgehen – etwa Problemlösung, Teamarbeit oder Reflexion. Charakteristisch sind klare Zielsetzung, flexible Prozessgestaltung sowie ein Wechsel zwischen Input-, Interaktions- und Reflexionsphasen. Besonders im Rahmen von Projektseminaren und Lehrszenarien wie Forschendes Lernen, Kollaboratives Lernen und Problemorientiertes Lernen sind begleitende Workshops hilfreich, z.B. um Methoden kennenzulernen. Diese Form der Begleitung stärkt die Selbstständigkeit und Handlungssicherheit der Studierenden, regt zur aktiven Wissenskonstruktion an und ermöglicht einen nachhaltigen Kompetenzerwerb. 

Einblicke

PHASENORIENTIERTE WORKSHOPS IM PROJEKTVERLAUF
Aktivität Nutzen

Im Modul «Nachhaltigkeit konkret» werden begleitend zu den Projektphasen Workshops zu den Phasen Analyse, Planung, Umsetzung, Reflexion angeboten. Jeder Workshop wird direkt mit dem aktuellen Projektstand verknüpft und schliesst mit einem Blitzlicht ab, um individuelle Erkenntnisse sichtbar zu machen und Anschlussfähigkeit zu sichern.

Die Workshops unterstützen die methodische Kompetenzentwicklung in den jeweiligen Projektphasen. Sie schaffen strukturierte Gelegenheiten, um Unsicherheiten aufzufangen, gemeinsame Standards zu klären und den Arbeitsprozess reflexiv zu begleiten.

LERNZIRKEL ZUR VERTIEFUNG VON SCHLÜSSELKOMPETENZEN
Aktivität Nutzen

In einem Workshop zu Projektmanagement rotieren Kleingruppen durch vier Arbeitsstationen mit klar strukturierten Arbeitsaufträgen und Zeitrahmen. Erkenntnisse aus den Stationen werden durch ein One-Minute-Paper pro Gruppe gesichert und im anschliessenden Plenum verdichtet.  

Der Lernzirkel fördert die selbstständige Anwendung zentraler Konzepte in wechselnden Kontexten. Die Kombination aus Gruppenarbeit, Aufgabenvielfalt und Reflexion stärkt sowohl Problemlösefähigkeiten als auch Teamdynamik.

 

Stolperfrei durchstarten

Was kann herausfordernd sein? Was hilft in der Praxis?
Fehlende Anschlussfähigkeit an Projekt- oder Seminarkontext – Workshops wirken isoliert und ohne klare Funktion. 

Verankern Sie Workshops konzeptionell und phasenbezogen im Projekt; verknüpfen Sie Methoden direkt mit aktuellen Arbeitsständen. 

Gruppen verlieren den Fokus oder brechen die Arbeit ab. 
 
Formulieren Sie präzise Arbeitsaufträge mit Zeitrahmen: Rollen, Schritte, Fristen und ein greifbares Ziel.  

Erkenntnisse bleiben unausgesprochen oder gehen verloren. 

Nutzen Sie Verarbeitungsmethoden zum Abschluss jeder Phase, z. B. Blitzlicht oder One-Minute-Paper

 

Ungeeignete oder unflexible Lehrräume

Nutzen Sie zukunftsorientierte Lehrräume und das dazugehörige Beratungsangebot

 

Ressourcen

Lehner, M. (2019). Didaktik. UTB. 

  • Kapitel 6 „Methoden“: Enthält Grundlagen und methodische Varianten zur Planung von grösseren und kleinen Lehrformen, einschliesslich Prozessstrukturierung, Rollenklärung und Reflexionsinstrumenten.