GROW-Modell

Coaching für lösungsorientiertes Handeln

Was steckt dahinter – und wofür ist es gut?

Das GROW-Modell ist ein strukturiertes Coaching- und Reflexionsmodell, das Dozierende nutzen können, um Studierende dabei zu unterstützen, Ziele zu klären, Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln und konkrete nächste Schritte zu planen. Der Name steht für vier Phasen: 

  • Goal - Ziel definieren
  • Reality - Ist-Situation analysieren
  • Options - Lösungsmöglichkeiten sammeln
  • Will / Way forward - konkrete Umsetzung planen. 

Die Methode eignet sich für Einzelgespräche, Gruppenprozesse und Selbstreflexion.

Aufwand: mittel

 

 

 

DURCHFÜHRUNG: strukturierte Gesprächsführung, aktives Zuhören, gezieltes Nachfragen

 

Einblicke

Begleiten

LERNWEGE KLÄREN IM EINZELGESPRÄCH
Aktivität Nutzen
Dozierende beraten Studierende in Einzelgesprächen zu persönlichen Lernzielen, aktuellen Schwierigkeiten und passenden Lernstrategien. Dabei wird gemeinsam erarbeitet, welche Ziele realistisch sind, welche Ressourcen oder Hindernisse bestehen und wie konkrete Schritte zur Verbesserung aussehen können. Nutzen: Die Methode unterstützt Studierende darin, ein realistisches Bild ihrer Situation zu entwickeln und Ansatzpunkte für Veränderungen zu erkennen. Dozierende erhalten zugleich eine klare Struktur für Beratungsgespräche und gewinnen Einblick in die individuellen Reflexionsprozesse der Studierenden.
PROJEKTCOACHING MIT REFLEXIONSPHASEN
Aktivität Nutzen
Ein Dozierender integriert das GROW-Modell in regelmässige Projektbesprechungen, um Studierende zur Reflexion über den Stand ihres Projekts, offene Herausforderungen und nächste Umsetzungsschritte anzuleiten. Jede Gruppe formuliert ihr aktuelles Ziel, beschreibt den Projektfortschritt, diskutiert mögliche Vorgehensweisen und einigt sich auf verbindliche Arbeitsschritte bis zum nächsten Treffen. Die Methode hält Projektprozesse in Bewegung, klärt Rollen und Aufgaben und richtet den Fokus auf die Umsetzung. Dadurch steigt die Effizienz, und möglichen Konflikten wird vorgebeugt. Studierende profitieren von klaren Strukturen und Orientierung, während Dozierende den Projektfortschritt steuern und begleiten können.
WEGWEISER IN ÜBERGANGSPHASEN
Aktivität Nutzen
Dozierende oder Studienberater*innen nutzen das Modell in Gesprächen zur Orientierung und Entscheidungsfindung (z.B. Studien- oder Laufbahnberatung), um Studierende systematisch durch den Klärungsprozess zu begleiten: Was möchte ich beruflich oder im Studium erreichen? Wo stehe ich aktuell, was belastet oder blockiert mich? Welche Optionen habe ich? Wofür entscheide ich mich? Die Methode bietet Studierenden ein strukturierendes Werkzeug für Entscheidungen, das Unsicherheit abbaut und nächste Schritte sichtbar macht. Dozierende erhalten ein klares Modell, um komplexe Orientierungsfragen systematisch zu begleiten.

 

Stolperfrei durchstarten

Was kann herausfordernd sein? Was hilft in der Praxis?
Ziele bleiben zu vage oder unrealistisch.

Lassen Sie Ziele nach der SMART-Formel formulieren (spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch, terminiert).

 

Gespräche drehen sich im Kreis.
 
Geben Sie ein strukturiertes Handout mit Leitfragen aus.

Fehlende Anschlussplanung

Schliessen Sie jedes Gespräch mit einem konkreten Umsetzungsschritt ab, den die Studierenden selbst formulieren.

Alternative Methoden

SMART-Zielsetzung

Hilft dabei, klare, präzise und realistische Ziele zu definieren, die spezifisch, messbar, erreichbar, relevant und zeitgebunden sind. Diese Methode fördert die strukturierte und nachvollziehbare Planung von Zielen.

Peer-Beratung

Fördert den Austausch und die gegenseitige Unterstützung in Kleingruppen, bei dem Studierende ihre Ziele und Lösungsansätze reflektieren und konstruktives Feedback von ihren Peers erhalten.

Lernjournal

Unterstützt die regelmässige, schriftliche Reflexion über Lernziele, Fortschritte und Herausforderungen. Die Methode fördert Selbststeuerung und macht individuelle Lernprozesse für Lehrende nachvollziehbar.

 

 

Ressourcen