Begriffsglossar
Eigene Worte für Fachwissen
Was steckt dahinter – und wofür ist es gut?
Das Erstellen eines Begriffsglossars ist eine Methode, bei der Studierende zentrale Fachbegriffe mit eigenen Worten definieren oder erklären. So wird sichtbar, ob sie die wesentlichen Konzepte des Fachs nicht nur verstanden haben, sondern auch wiedergeben und anwenden können.
Begriffsglossare können analog oder digital mit einem ILIAS Glossar erstellt werden.
Aufwand: niedrig bis mittel
VORBEREITUNG: Rahmen, Kriterien, ggf. Tool einrichten
DURCHFÜHRUNG: ggf. Stichprobenkontrolle und Feedback
NACHBEREITUNG: Feedback
Einblicke
Verarbeiten von Lerninhalten
| Aktivität | Nutzen |
|---|---|
| Kleingruppen erstellen gemeinsam ein Glossar während des Semesters. Die Beiträge werden diskutiert, überarbeitet und ergänzt. | Die Methode fördert Peer-Learning und die aktive Auseinandersetzung mit den Inhalten. Studierende erhalten im Prozess Feedback, festigen ihr Verständnis und reflektieren unterschiedliche Sichtweisen. |
Formatives Prüfen
| Aktivität | Nutzen |
|---|---|
Studierende pflegen laufend ihr persönliches oder gemeinsames Glossar. Die Lehrperson gibt mehrmals pro Semester Rückmeldung. Zum Semesterende reichen die Studierenden das Glossar als Teil eines Lernjournals ein. |
Die Methode macht den individuellen Lernfortschritt und die Entwicklung des Begriffsverständnisses sichtbar. Sie unterstützt nachhaltiges Lernen, fördert Selbstreflexion und liefert Lehrpersonen Hinweise zum aktuellen Lernstand. |
Summatives Prüfen
| Aktivität | Nutzen |
|---|---|
| Studierende erhalten in einer Prüfung die Aufgabe, ausgewählte Begriffe eigenständig und verständlich zu erklären. | Die Methode zeigt, ob Studierende Fachsprache angemessen anwenden und zentrale Konzepte verstanden haben. Sie ermöglicht Lehrpersonen ein differenziertes Bild des Begriffsverständnisses und hilft, Missverständnisse frühzeitig zu erkennen. |
Stolperfrei durchstarten
| Was kann herausfordernd sein? | Was hilft in der Praxis? |
|---|---|
| Begriffe werden auswendig gelernt, statt verstanden. |
Fordern Sie Definitionen immer in eigenen Worten ein. Bestehen Sie auf Beispiele aus der Praxis. |
| Es können oberflächliche oder falsche Erklärungen entstehen. |
Machen Sie Bewertungskriterien für gute Glossarbeiträge transparent, z.B. Korrektheit, Verständlichkeit, Relevanz (vgl. Leistungsbewertung).
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| Hoher Korrekturaufwand bei grossen Gruppen. |
Integrieren Sie Peer-Feedback oder prüfen Sie Glossarbeiträge stichprobenartig.
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| Gefahr der reinen Pflichtübung. |
Machen Sie Glossare als prüfungsrelevantes Lernprodukt sichtbar und nutzen Sie sie im Unterricht (z.B. für Quiz, Diskussionen).
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Alternative Methoden
Begründetes Keyword
Fördert präzise Begriffsarbeit und die aktive Auseinandersetzung mit Fachtermini; verlangt zusätzlich eine persönliche oder anwendungsbezogene Begründung – nicht nur eine Definition.
Was-wie-warum-Tabelle
Fördert begriffliches Verständnis durch strukturierte Auseinandersetzung mit Konzepten. Geht über Definitionen hinaus.
Concept Map
Unterstützt den Aufbau eines strukturierten Begriffsverständnisses. Visualisiert zusätzlich Zusammenhänge zwischen Lerninhalten.
