Was-wie-warum-Tabelle

Wissen strukturieren und festigen

Was steckt dahinter – und wofür ist es gut?

Die Was-wie-warum-Tabelle ist eine strukturierende Lernmethode, mit der Studierende Fachinhalte systematisch analysieren und reflektieren können. Zentrale Konzepte werden anhand der Fragen

  • «Was ist das?»,
  • «Wie funktioniert es?» und
  • «Warum ist es wichtig?»

bearbeitet.

Diese Methode eignet sich besonders für das Verarbeiten von Lehrinhalten sowie für den Einsatz im Rahmen formativer Prüfungen, um Lernprozesse zu unterstützen und sichtbar zu machen.

Aufwand: niedrig

 

VORBEREITUNG: Struktur und Tabelle bereitstellen

DURCHFÜHRUNG: Begleitung, ggf. Moderation der Diskussion

NACHBEREITUNG: Überblick über Ergebnisse, Ableitung von Impulsen, ggf. Feedback

Einblicke

Verarbeiten von Lehrinhalten

GEHÖRTES STRUKTURIEREN UND ABGLEICHEN
Aktivität Nutzen
Nach einer Inputphase füllen die Studierenden für zentrale Begriffe oder Konzepte eine eigene Was-wie-warum-Tabelle aus. In Kleingruppen vergleichen sie anschliessend ihre Einträge, diskutieren Unklarheiten und ergänzen fehlende Aspekte. Durch das selbstständige Ausfüllen strukturieren die Studierenden ihr Verständnis individuell. Die Diskussion im Peer-Setting zwingt sie zur sprachlichen Klarheit und zum Perspektivenwechsel. 

Formatives Prüfen

RÜCKBLICK IN DREI SPALTEN
Aktivität Nutzen
Am Ende eines Themenblocks bearbeiten die Studierenden in Kleingruppen eine Was-wie-warum-Tabelle. Die Lehrperson gibt schriftliches Feedback. Die Methode ermöglicht Studierenden, das Gelernte zu reflektieren und zu integrieren. Dabei können sie Wissenslücken identifizieren. Dozierende erhalten zugleich Einblick in den individuellen Lernstand und können darauf aufbauend die weitere Lehrgestaltung anpassen.
STRUKTURIEREN UND PRÄSENTIEREN
Aktivität Nutzen
Kleingruppen analysieren einen Fall, ein Modell oder ein Werkzeug mithilfe der Was-wie-warum-Struktur. Die Ergebnisse werden in Form einer kurzen Präsentation aufbereitet und im Plenum vorgestellt. Die Lehrperson und Peers geben Feedback zur Auswahl, Tiefe und Verständlichkeit der Inhalte. Studierende erkennen, was bereits gut gelingt und wo noch Unsicherheiten oder Lücken bestehen. Die Lehrperson gewinnt Einsicht in das Strukturierungsvermögen der Studierenden und erkennt Missverständnisse oder Denkfehler frühzeitig.

 

Stolperfrei durchstarten

Was kann herausfordernd sein? Was hilft in der Praxis?
Studierende füllen Tabellen oberflächlich / rein beschreibend aus.

Fordern Sie Beispiele oder Anwendungen für jede Zeile. Geben Sie Bewertungskriterien (z.B. Tiefe, Verknüpfungen, Relevanz) vor.

Studierende sehen den Nutzen nicht.

Integrieren Sie die Tabelle explizit in Feedbacks oder Prüfungsvorbereitung.
 
Unterschiedliche Vorwissensstände bei den Studierenden.

Lassen Sie Tandems oder Gruppen mit ergänzenden Perspektiven zusammenarbeiten.

Alternative Methoden

Concept Map

Fördern das Verständnis von Zusammenhängen. Erfolgt visuell-vernetzt und frei - nicht linear und textbasiert.

Sieben W‘s

Leiten zur umfassenden Analyse eines Themas an. Strukturieren Wissen, Anwendung und Bewertung in sieben reflektierenden Leitfragen.

Begründetes Keyword

Verlangt eine inhaltliche Reduktion und Reflexion. Fokussiert das sprachliche Verdichten auf einen zentralen Begriff.

 

 

Ressourcen