Produktgestaltung

Prüfen durch sichtbare Umsetzung

Was steckt dahinter – und wofür ist es gut?

Die «Produktgestaltung» ist eine praxisorientierte Prüfungsform, bei der Studierende Ergebnisse wie ein Video, eine Software-Anwendung oder ein physisches bzw. digitales Modell entwickeln. Diese Methode ermöglicht es, theoretische Kenntnisse, praktische Fähigkeiten und kreative Problemlösung ganzheitlich und realitätsnah zu prüfen. Im Mittelpunkt stehen die Anwendung von Wissen auf eine selbstgewählte oder vorgegebene Fragestellung und die Umsetzung in ein sichtbares, funktionierendes Produkt. Lehrpersonen bewerten nicht nur das Endergebnis, sondern – je nach Prüfungsdesign – auch den Arbeitsprozess, die Dokumentation und die Präsentation.

Aufwand: hoch

 

VORBEREITUNG: klare Kriterien, transparente Bewertungsraster, Bereitstellung technischer Infrastruktur

DURCHFÜHRUNG: Begutachtung

NACHBEREITUNG: Feedback, Benotung

Einblicke

Summatives Prüfen

VIDEO-PROJEKT ALS PRÜFUNGSLEISTUNG
Aktivität Nutzen
Im Zentrum der Veranstaltung steht das praktische Erlernen und Umsetzen grundlegender Produktionskenntnisse. Die Studierenden wenden dieses Wissen an, indem sie ein eigenes Video von Grund auf selbst produzieren und zusammen mit einer kurzen Dokumentation des Produktionsprozesses einreichen. Die Methode ermöglicht Studierenden eine praxisnahe Anwendung methodischer Kompetenzen. Sie sammeln konkrete Erfahrung und erbringen mit einem sichtbaren Ergebnis einen nachvollziehbaren Leistungsnachweis.
SOFTWARE ENTWICKELN UND DOKUMENTIEREN
Aktivität Nutzen
Studierende entwickeln allein oder im Team eine Software-Anwendung, dokumentieren den Entwicklungsprozess und reflektieren die Lösungen. Die Methode bietet Studierenden eine authentische Leistungsüberprüfung, bei der Programmierkenntnisse, Problemlösefähigkeit und Teamarbeit praxisnah angewendet werden. Sie stärkt den Bezug zur beruflichen Realität und fördert berufsrelevante Kompetenzen.
FACHWISSEN IN EINEM MODELL SICHTBAR MACHEN
Aktivität Nutzen
Studierende entwerfen und bauen ein Modell (physisch oder digital) und präsentieren ihren Prozess und das Ergebnis. Die Methode ermöglicht Studierenden, Transferleistung, Kreativität und handwerkliche Fähigkeiten praxisnah unter Beweis zu stellen. Komplexe Inhalte werden dadurch greifbar und anschaulich erfahrbar.

 

Stolperfrei durchstarten

Was kann herausfordernd sein? Was hilft in der Praxis?
Erstellung von Bewertungskriterien können v.a. bei kreativen oder künstlerischen Produkten umstritten sein.

Definieren und kommunizieren Sie vorab klare, transparente Beurteilungskriterien (vgl. Leistungsbewertung).

 

Zeitaufwand für Begutachtung und Rückmeldung ist hoch.

Bewertungsbogen (Rubrik) verwenden, ggf. digitale Tools einsetzen; Gruppenarbeiten, um die Anzahl der Produkte zu begrenzen.
 
Gefahr, dass bei Gruppenarbeiten Einzelbeiträge unsichtbar bleiben.

Dokumentation des individuellen Beitrags einfordern (z.B. Lernjournal). 

 

Unterschiedliche technische Ausstattung.

Nutzen Sie verfügbare Ressourcen der Universität Bern inkl. Materialausleihe.

 

Alternative Methoden

Rollenspiel

Setzt auf aktive, kreative Eigenleistungen der Studierenden. Der Schwerpunkt liegt auf der Interaktion und dem Prozess – nicht auf einem materiellen oder digitalen Ergebnis.

Falllösung

Verlangt eigenständige Problemlösung und fokussiert auf analytische Bearbeitung einer komplexen, realitätsnahen Situation – nicht auf Produktgestaltung.

Objective Structured Clinical Examination (OSCE)

Ermöglicht die Überprüfung praxisnaher Kompetenzen und fokussiert auf kurze Stationen mit klaren Aufgabenstellungen.

 

 

Ressourcen