Problem-Kurzbericht

Fokussiertes Schreiben auf zwei Seiten

Was steckt dahinter – und wofür ist es gut?

Der Problem-Kurzbericht ist eine kurze schriftliche Reflexion (1–2 Seiten), in der Studierende ein spezifisches Problem identifizieren, analysieren und einen Lösungsvorschlag formulieren. Ziel ist eine strukturierte, prägnante Auseinandersetzung mit komplexen Themen.

Die Methode eignet sich besonders für formative und summative Prüfungen, um Anwendungskompetenz, Problemanalyse und Reflexionsfähigkeit differenziert zu erfassen und sichtbar zu machen.

Aufwand: mittel

 

 

VORBEREITUNG: klare Aufgabenstellung, Kriterien und ggf. Bewertungsraster

NACHBEREITUNG: Korrektur, Feedback, ggf. Bewertung

Einblicke

Formatives Prüfen 

FALLANALYSE IM SEMINAR
Aktivität Nutzen
Studierende analysieren im Verlauf des Semesters einen Fall aus der Praxis, identifizieren ein zentrales Problem und formulieren einen ersten, begründeten Lösungsvorschlag. Sie erhalten Feedback von Peers oder der Lehrperson. Die Methode ermöglicht tiefere Einblicke in das individuelle Verständnis und die Anwendungskompetenz der Studierenden. Sie zeigt, inwieweit theoretische Konzepte auf reale Situationen übertragen und problemorientiert genutzt werden können.
PROJEKTSKIZZE
Aktivität Nutzen
Studierende skizzieren ein reales oder hypothetisches Problem, das sie im Rahmen ihrer Bachelorarbeit untersuchen könnten und reichen dieses zur Kommentierung ein. Die Methode unterstützt Studierende dabei, ihr Forschungsvorhaben frühzeitig zu strukturieren und offene Fragen vor der endgültigen Themenwahl zu klären. Sie stärkt die Eigenverantwortung im Projektprozess und schafft Sicherheit hinsichtlich Relevanz, Machbarkeit und Perspektive.

Summatives Prüfen

PROBLEMANALYSE IN BEGRENZTER ZEIT
Aktivität Nutzen
Im Rahmen einer schriftlichen Prüfung analysieren die Studierenden ein vorgegebenes Problem und entwickeln auf dieser Basis einen schriftlichen, theoriegestützten Lösungsvorschlag. Die Methode prüft unter realistischen Zeitbedingungen die Fähigkeit der Studierenden, komplexe Inhalte strukturiert anzuwenden und begründete Entscheidungen zu treffen. Sie erlaubt Dozierenden eine Einschätzung von Problemlösekompetenz, Entscheidungslogik und inhaltlicher Tiefe.

 

Stolperfrei durchstarten

Was kann herausfordernd sein? Was hilft in der Praxis?
Studierende sind mit der Offenheit der Aufgabe überfordert.

Geben Sie beispielhafte Problemstellungen vor oder leiten Sie diese aus vorangegangenen Diskussionen ab.

Oberflächliche oder zu breite Bearbeitung des Themas.
 
Kommunizieren Sie Maximalumfang (z.B. 500 Wörter) und Kriterien für die inhaltliche Tiefe.

Vergleichbarkeit der Leistungen ist schwierig.

Erstellen Sie ein transparentes Bewertungsraster (vgl. Leistungsbewertung).

 

Aufwändige Korrektur für die Lehrperson.

Setzen Sie Kleingruppen oder Peer-Feedback-Schleifen mit Beurteilung nach Bewertungsraster ein.

 

Alternative Methoden

Kurz-Essay

Fördert strukturierte schriftliche Reflexion und Argumentation zu einer konkreten Fragestellung und ist oft freier in der Form und stärker diskursiv.

Falllösung

Fordert eine strukturierte Bearbeitung und schriftliche Darstellung eines Problems. Geht oft schrittweise und ausführlicher vor – weniger kompakt und pointiert.

Begründetes Keyword

Verlangt eine prägnante, inhaltlich fundierte Auswahl und Begründung. Fokussiert sich auf eine zentrale Aussage oder Begriff.

 

 

Ressourcen