(Poster-)Präsentation
Ergebnisse zeigen und erklären
Was steckt dahinter – und wofür ist es gut?
Studentische Präsentationen sind Lehr-Lern-Formate, in denen Studierende Ergebnisse eigenständiger Arbeit vor einer Zielgruppe präsentieren – visuell gestützt, mündlich erläutert und meist zur Diskussion gestellt. Ob in Form eines Posters, einer klassischen PowerPoint-Präsentation oder eines digitalen Kurzpitches (z.B. via Zoom). Die Methode trainiert fachliche Kommunikation und vertieft den Umgang mit komplexen Inhalten.
Präsentationen können als kurze Verarbeitungssequenz oder als formative oder summative Prüfung eingesetzt werden.
Aufwand: mittel
VORBEREITUNG: Formulierung der Aufgabe, Erstellung von Kriterien, ggf. Vorlagen und Bewertungsraster
DURCHFÜHRUNG: Zeitmanagement, Moderation, Feedback
NACHBEREITUNG Bewertung, ggf. individuelles Feedback
Einblicke
Verarbeiten von Lehrinhalten
| Aktivität | Nutzen |
|---|---|
| Nach einer Inputphase bereiten die Studierenden in Kleingruppen eine Kurzpräsentation vor, in der sie das Thema aus zugewiesenen Perspektiven beleuchten und argumentieren. Jede Gruppe präsentiert ihren Beitrag kurz vor dem Plenum. Anschliessend klärt die Lehrperson Verständnisfragen oder ergänzt zentrale Punkte. | Die Methode fördert die aktive Auseinandersetzung mit den Inhalten, stärkt die Strukturierung des Wissens und unterstützt die wissenschaftliche Kommunikation. Dozierende erhalten Einblick in das Verständnis und die Fähigkeit der Studierenden, komplexe Themen klar zu präsentieren. |
Formatives Prüfen
| Aktivität | Nutzen |
|---|---|
| Studierende wählen eine Theorie, wenden sie auf einen konkreten Fall an und halten ihre Ergebnisse so fest, dass sie dem Plenum anschaulich präsentiert werden können. Sie erhalten Rückmeldung durch die Lehrperson, welche dokumentiert werden und in eine überarbeitete Version der Analyse einfliessen. | Die Methode ermöglicht es, komplexe Theorien zu strukturieren und auf neue Kontexte anzuwenden. Studierende vertiefen ihr Verständnis durch Visualisierung und erhalten frühzeitig Rückmeldungen vor der summativen Bewertung. Dozierende können den Lernstand überprüfen und auf Stärken sowie Schwächen eingehen. |
Summatives Prüfen
| Aktivität | Nutzen |
|---|---|
| Am Ende des Semesters präsentieren Einzelpersonen oder Teams ihre Ergebnisse zu einer Forschungsfrage, Projektarbeit oder Fallanalyse als mündliche Prüfung. Die Präsentation erfolgt als strukturierter mündlicher Pitch vor dem Plenum. Fragen im Anschluss dienen der Vertiefung und Überprüfung des Verständnisses. | Die Methode stellt eine Alternative zur klassischen mündlichen oder schriftlichen Prüfung dar. Sie macht die Kommunikationsfähigkeit, die Argumentationsstärke und das vertiefte Verständnis der Studierenden sichtbar. Dozierende erhalten eine fundierte Grundlage für die summative Leistungsbewertung, die über reines Faktenwissen hinausgeht. |
Stolperfrei durchstarten
| Was kann herausfordernd sein? | Was hilft in der Praxis? |
|---|---|
| Unterschiedliche gestalterische Fähigkeiten. |
Nutzen Sie ein Template oder geben Sie Gestaltungsrichtlinien (z.B. Aufbau, Schriftgrössen) vor. |
| Unklare Bewertungskriterien. |
Erstellen und kommunizieren Sie ein transparentes Bewertungsraster (vgl. Leistungsbewertung).
|
| Geringe Beteiligung an der Diskussion. |
Verpflichten Sie alle Teilnehmenden zu kurzen Peer-Feedbacks (z.B. eine Stärke und ein Verbesserungsvorschlag).
|
| Reine Reproduktion. |
Stellen Sie Transferfragen: «Was lässt sich aus eurem Thema für X ableiten?». |
Alternative Methoden
Produktgestaltung
Führt zu einem präsentierbaren Ergebnis. Sie fokussiert sich mehr auf das hergestellte Objekt als auf die Präsentationsleistung.
Wissenschaftsjournal
Vermittelt komplexe Inhalte adressatengerecht. Es ist schriftlich und orientiert sich stärker an einem realitätsnahen Publikationsformat.
Rollenspiel
Fördert die Anwendung von Wissen in kommunikativen Situationen. Es erzeugt Erkenntnisse durch interaktives Handeln.
