Wahr-Falsch

Zwei Optionen für jede Aussage

Was steckt dahinter – und wofür ist es gut?

Der Fragetyp «Wahr-Falsch» besteht aus einer einzelnen Aussage, zu der die Studierenden entscheiden müssen, ob sie zutrifft oder nicht. Er eignet sich für die Überprüfung von klar definierbarem Fakten- oder Konzeptwissen. Wegen des binären Antwortformats ist er auswertungsökonomisch – birgt aber auch ein erhöhtes Risiko für Raten. Wahr-Falsch Fragen lassen sich analog und digital (z.B. evaexam) umsetzen – mit dem Single Choice Fragetyp auch mit dem ILIAS Test und mit iliasEXAM.

Einblicke

Einblick 1

Begriffswissen zu sozialen Rollen

In der Einführungsveranstaltung «Grundlagen der Soziologie» sollen zentrale Begriffe und Unterscheidungen erkannt werden. Ziel ist, dass die Studierenden einfache soziologische Definitionen verstehen. Als niederschwelliger Einstieg wird der Fragetyp Wahr-Falsch genutzt, um zentrale Konzepte zu überprüfen.

Einblick 2

Analyse strategischer Nachhaltigkeitsziele

Im Modul «Nachhaltigkeitsmanagement» analysieren Studierende komplexe Geschäftsberichte und Indikatoren. Eine Prüfung enthält eine Wahr-Falsch Frage mit grafischer Entscheidungsgrundlage. Ziel ist es, dass die Studierenden strategische Nachhaltigkeitsziele anhand vorliegender Daten analysieren und deren Priorisierung auf Basis der Zielerreichung bewerten. Die Aufgabe erfordert Vergleich, Mustererkennung, Interpretation von Kategorien und die Verknüpfung quantitativer und inhaltlicher Informationen.

 

Stolperfrei durchstarten

Was kann herausfordernd sein? Was hilft in der Praxis?

Gefahr des erfolgreichen Ratens (50 %-Chance).

Kombinieren Sie mehrere Wahr-Falsch Fragen pro Thema (z.B. 5 Aussagen zu einem Begriff). Wählen Sie ggf. eine höhere Bestehensgrenze.


Einzelne Aussagen wirken oft zu trivial.


Formulieren Sie Aussagen mit typischen Missverständnissen oder impliziten Fachannahmen.


Alternative Fragetypen

Kprim

Es müssen vier Aussagen einzeln als «richtig» oder «falsch» beurteilt werden, was differenziertere Urteile und Abwägungen erlaubt.

Single Choice

Aus vorgegebenen Antwortoptionen muss eine ausgewählt werden. Reduziert die kognitive Komplexität, dafür einfacher in der Auswertung.

Long Menu (Auswahl)

Prüft die Einschätzung einzelner Aussagen über Dropdown-Auswahl und in strukturierter Listenform.

 

 

Ressourcen

Anderson, L. W., & Krathwohl, D. R. (2001). A taxonomy for learning, teaching, and assessing. Longman.

Krebs, R. (2019). Prüfen mit Multiple Choice. Hogrefe.

ZHAW Teaching Guide