Umfragen

Studierendenmeinungen als Orientierungshilfe

Was steckt dahinter – und wofür ist es gut?

Umfragen sind strukturierte Befragungen, bei denen Studierende ihre Ansichten, Erfahrungen oder Einschätzungen zu spezifischen Fragen anonym abgeben. Sie können in Papierform digital (z.B. ILIAS Umfrage) oder per Abstimmungstool (z.B. ILIAS LiveVoting oder Mentimeter) durchgeführt werden.

Sie eignen sich insbesondere, um Zwischenfeedback zur Lehrveranstaltung einzuholen.

Aufwand: niedrig bis mittel

 

VORBEREITUNG: Erstellung der Fragen

DURCHFÜHRUNG / NACHBEREITUNG: Auswertung, Aufgreifen und Diskutieren der Ergebnisse

Einblicke

Zwischenfeedback

KURZE STIMMUNGSERHEBUNG ZUR KURSMITTE
Aktivität Nutzen

In der Mitte des Semesters startet die Lehrperson eine kurze anonyme Befragung über ein ILIAS LiveVoting. Die Studierenden beantworten zwei bis drei Fragen zu Tempo und Verständlichkeit. Die Ergebnisse werden in Echtzeit visualisiert und im Plenum besprochen

Die Methode gibt Dozierenden ein aktuelles Stimmungsbild zur Kurswahrnehmung und ermöglicht Nachjustieren. Studierende erleben, dass ihre Rückmeldungen ernst genommen werden, was eine offene und lernförderliche Kursatmosphäre unterstützt.
ABSTIMMUNG ZUR ZWISCHENBILANZ NACH THEMENBLOCK
Aktivität Nutzen
Nach einem abgeschlossenen Themenblock nutzen die Studierenden Mentimeter, um anonym über ihr Verständnis abzustimmen. Abgefragt werden zentrale Konzepte oder Kompetenzen, z.B. «Wie sicher fühlen Sie sich im Umgang mit…?». Die Ergebnisse erscheinen live in einem Diagramm. Auf Basis der Antworten greift die Lehrperson unklare Punkte nochmals auf. Lehrende erhalten ein differenziertes Stimmungs- und Lernstandsbild, um Schwerpunkte zu wiederholen oder ergänzende Materialien bereitzustellen. Studierende können ihr eigenes Verständnis reflektieren und erkennen, wo sie stehen.
MINI-UMFRAGE ZUR LEHRMETHODE
Aktivität Nutzen
Nach einem längeren Methodenabschnitt füllen die Studierenden eine kurze digitale Umfrage über ILIAS aus. Gefragt wird nach der Wahrnehmung der Lehrmethode: «Was funktioniert gut?», «Was erschwert das Arbeiten?», «Welche Anpassungen wünschen Sie sich?». Die Umfrage erlaubt eine systematischere Auswertung und deckt Muster auf, die in spontanen Feedbackrunden oft verborgen bleiben. Daraus kann die Lehrperson konkrete Optimierungen ableiten, z.B. zur Aufgabenstellung, Betreuung oder Gruppenbildung. 

 

Stolperfrei durchstarten

Was kann herausfordernd sein? Was hilft in der Praxis?
Anonymität und Ehrlichkeit: Bei fehlender Anonymität besteht die Gefahr sozial erwünschter Antworten.

Setzen Sie auf anonymes Feedback, um ehrliche Rückmeldungen zu fördern.

Wenig aussagekräftige Antworten: Bei geschlossenen Fragen bleibt wenig Raum für differenzierte Meinungen.
 
Ergänzen Sie Multiple-Choice mit offenen Antwortfeldern oder kurzen Begründungen.

Zeitaufwand: Diskussionen im Anschluss an Umfragen können mehr Zeit benötigen als geplant.

Legen Sie vorab ein Zeitfenster für Auswertung und Diskussion fest.

Technikprobleme: Digitale Tools können ausfallen oder nicht allen zur Verfügung stehen.

Halten Sie eine (digitale) Alternative bereit. Planen Sie zeitlichen Puffer ein.

Unklare Fragestellung: Missverständliche oder suggestive Fragen verfälschen die Ergebnisse.

Formulieren Sie eindeutige und prägnante Fragen. Lass Sie diese durch Peers gegenlesen.

Alternative Methoden

Blitzlicht

Ermöglicht eine schnelle Rückmeldung zur aktuellen Stimmung oder Einschätzung. Ist meist mündlich, offen und weniger standardisiert.

Ampelfeedback

Gibt ein direktes visuelles Feedback. Es ist nonverbal, schneller, sehr niedrigschwellig und weniger differenziert.

 

 

Ressourcen