Problemerkennung und Methodenwahl

Fallverständnis ohne Lösungsauftrag

Was steckt dahinter – und wofür ist es gut?

Studierende erkennen in realitätsnahen Situationen relevante Probleme und ordnen diesen die passenden Methoden zur Bearbeitung zu – ohne sie selbst zu lösen. Im Fokus steht die Fähigkeit, ausgehend von einer konkreten Problemsituation geeignete und fachlich fundierte Methoden zur Lösungsfindung auszuwählen. 

Dieses Format unterstützt das strukturierte Verarbeiten komplexer Inhalte, erlaubt eine Überprüfung des Verständnisses im Lernprozess und eignet sich ebenso zur abschliessenden Leistungsbeurteilung.

Aufwand: mittel bis hoch

 

VORBEREITUNG: Entwicklung geeigneter, realitätsnaher Problemsituationen und passender Bewertungsraster

DURCHFÜHRUNG: Moderation, Feedback, Diskussion leiten

NACHBEREITUNG: ggf. Bewertungen, Rückmeldungen

Einblicke

Verarbeiten von Lehrinhalten

FORSCHUNGSSZENARIEN IM TEAM BEARBEITEN
Aktivität Nutzen
Nach einer Inputphase zu empirischen Forschungsmethoden bearbeiten die Studierenden in Kleingruppen mehrere Kurzbeschreibungen konkreter Forschungssituationen. Sie diskutieren mögliche methodische Zugänge, einigen sich auf eine geeignete Methode pro Fall und begründen ihre Wahl. Die Ergebnisse werden anschliessend im Plenum vorgestellt und gemeinsam reflektiert. Die Methode fördert die methodische Urteilskompetenz der Studierenden und gibt Rückmeldung zum Stand ihres methodischen Verständnisses. Dozierende erhalten Hinweise auf vorhandene Stärken und mögliche Unsicherheiten im methodischen Umgang.

Formatives Prüfen 

BERUFSBEZOGENE FALLARBEIT MIT FEEDBACK
Aktivität Nutzen
Nach einer thematischen Einheit zu qualitativen Erhebungsmethoden erhalten die Studierenden im Seminar mehrere Problemskizzen aus der Berufspraxis. Sie ordnen jeder Situation schriftlich eine passende Methode zu und begründen ihre Entscheidung. Anschliessend erhalten sie Feedback zur Passung und Argumentation. Studierende lernen, aus der Vielfalt methodischer Zugänge auszuwählen und werden so auf Praxissemester oder Berufseinstieg vorbereitet. Dozierende erkennen, welche Differenzierungen noch nicht sicher angewendet werden, und können dies im weiteren Verlauf thematisieren.

Summatives Prüfen

LABORKOMPETENZ IM FALLFORMAT
Aktivität Nutzen
In einer schriftlichen Prüfung im naturwissenschaftlichen Grundlagenmodul erhalten die Studierenden verschiedene Kurzszenarien mit naturwissenschaftlichem Bezug. Sie wählen jeweils die passende experimentelle Methode zur weiteren Untersuchung und begründen diese Auswahl unter Berücksichtigung von Ziel, Aussagekraft und Grenzen der Methode. Die Aufgabe prüft, ob Studierende Versuchsverfahren und Analysestrategien verstanden haben und korrekt auf praxisnahe Problemstellungen übertragen können. 

 

Stolperfrei durchstarten

Was kann herausfordernd sein? Was hilft in der Praxis?
Standardisierte Antworten


Verwenden Sie authentische, mehrdeutige Situationen, um die Fragestellung herausfordernder zu gestalten.

Studierende raten Methoden
 
Vermitteln Sie Methoden vorab klar und anwendungsorientiert.

Schwierigkeit bei Bewertung von Begründungen (insb. bei offenen Formaten)

Erstellen Sie ein Bewertungsraster (vgl. Leistungsbewertung).

 

Hoher Aufwand bei der Erstellung guter Aufgaben.

KI kann bei der Problemformulierung unterstützen.

Alternative Methoden

Sieben W’s

Fokussiert auf das strukturierte Verstehen von Situationen. Fordert anstatt nur einer begründeten Entscheidung das umfassende Durchdenken eines Falls entlang fester Leitfragen.

Falllösung

Fokussiert auf Problembearbeitung, inklusive Methodenbegründung und umfasst zusätzlich das konkrete Durchführen und Dokumentieren der Lösungsschritte.

RSQC2

Fördert eine Reflexion über Inhalte, Zusammenhänge und nächste Schritte und ist metakognitiv und retrospektiv, weniger auf konkrete Anwendung fokussiert.

 

 

Ressourcen