RSQC2

Rückblick, Schlüsselpunkte, Fragen, Zusammenfassung, Anschluss

Was steckt dahinter – und wofür ist es gut?

RSQC2 ist eine strukturierte, schriftliche Kurzreflexion, in der Studierende in fünf kurzen Schreibimpulsen ihr Lernen systematisch festhalten:

  1. Recall – Was erinnere ich?
  2. Summarize – Was sind die wichtigsten Punkte?
  3. Questions – Was ist unklar geblieben?
  4. Connect – Wie hängt das Gelernte mit Vorwissen oder anderen Themen zusammen?
  5. Comment – Wie bewerte ich den heutigen Input?

Die Methode eignet sich besonders, um Inhalte aktiv zu verarbeiten, den Lernstand formativerweise sichtbar zu machen und ausgewählte Kompetenzen in summativen Prüfungen differenziert zu beurteilen.

Aufwand: niedrig bis mittel

 

 

VORBEREITUNG: Bereitstellen des RSQC2-Rasters, kurze Anweisung

NACHBEREITUNG: Sammeln bzw. Austausch, Feedback

Einblicke

Verarbeiten von Lehrinhalten

KOMPAKTER SITZUNGSRÜCKBLICK
Aktivität Nutzen
Am Ende einer Sitzung bearbeiten die Studierenden für fünf bis zehn Minuten das RSQC2-Raster schriftlich. Anschliessend teilen sie ausgewählte Punkte in Kleingruppen und diskutieren offene Fragen oder Bezüge zu früheren Inhalten. Die Methode unterstützt Studierende dabei, das Gelernte unmittelbar zu verarbeiten und sich kritisch damit auseinanderzusetzen. 

Formatives Prüfen

ZWISCHENBILANZ IM SEMESTER
Aktivität Nutzen
Zur Halbzeit des Kurses verfassen die Studierenden eine ausführliche RSQC2-Reflexion zu einem grösseren Themenblock, den sie eigenständig zusammenfassen, kommentieren und mit anderen Inhalten verknüpfen. Die Lehrperson nutzt sie zur Vorbereitung einer Feedback-Sitzung. Die Methode bietet Rückmeldung zum Lernfortschritt und macht Verständnisprobleme sichtbar. Dozierende erhalten Einblicke in den Verständnisstand, was eine gezielte Feinjustierung des nächsten Sitzungsschwerpunkts erlaubt.

Summatives Prüfen

REFLEXION ALS TEILLEISTUNG
Aktivität Nutzen
Am Ende der Lehrveranstaltung reichen die Studierenden eine individuelle, schriftliche RSQC2-Reflexion als Teil einer summativen Prüfungsleistung ein. Die Reflexion wird anhand transparenter Kriterien (Tiefe der Analyse, Qualität der Verknüpfungen, Relevanz der offenen Fragen) bewertet. Die Methode stärkt nachhaltiges und selbstgesteuertes Lernen, indem sie die Fähigkeit zur Reflexion, Strukturierung und zum Transfer des Gelernten fördert. Sie liefert eine qualitativ differenzierte Beurteilungsgrundlage und ist auch in grösseren Gruppen effizient einsetzbar.

 

Stolperfrei durchstarten

Was kann herausfordernd sein? Was hilft in der Praxis?
Zu allgemeine oder oberflächliche Aussagen

Stellen Sie Beispielantworten oder ein Raster (z.B. mit Stichworten oder Satzanfängen) bereit.

Transfer auf übergeordnete Themen
 
Verweisen Sie bei «Connect» auf Bezüge zu früheren Inhalten oder Anwendungsmöglichkeiten.

Alternative Methoden

One-Minute-Paper

Dient der kurzen schriftlichen Reflexion nach einer Lerneinheit. Ist freier und kürzer gehalten - keine strukturierten Reflexionsdimensionen.

Muddiest Point

Gibt der Lehrperson Rückmeldung über Verständnisprobleme. Konzentriert sich ausschliesslich auf den unklarsten Aspekt.

Reflexionsrunde

Regt zur bewussten Rückschau und Bewertung des Gelernten an und ist eher dialogisch und gruppenorientiert.

 

 

Ressourcen