Galeriegang

Ausstellungsformat für studentische Arbeiten

Was steckt dahinter – und wofür ist es gut?

Beim Galeriegang werden Arbeitsergebnisse aus Kleingruppen oder Einzelleistungen als «Ausstellung» im Raum präsentiert. Die Teilnehmenden bewegen sich frei durch den Raum, betrachten die Beiträge, geben Rückmeldungen und sammeln neue Ideen. Die klassischen Formen der Informationsquelle bei dieser Methode sind Poster, aber auch kurze Filme oder Hörproben können präsentiert werden. Diese Variante kann auch online (z.B. in Zoom Breakout Rooms) durchgeführt werden. Das Verfahren aktiviert die Lernenden, fördert Austausch und schafft Übersicht über verschiedene Perspektiven.

Der Galeriegang eignet sich besonders zur Aktivierung von Vorwissen, zur gemeinsamen Verarbeitung von Lehrinhalten sowie zur formativen Überprüfung von Verständnisständen in verschiedenen Lehrphasen.

Aufwand: mittel

 

VORBEREITUNG: Raumaufbau, Leitfragen und Arbeitsblätter, ggf. digitale Tools

NACHBEREITUNG: Zusammenfassung der Ergebnisse, evtl. Feedback bündeln

Einblicke

Vorwissen aktivieren

BEWEGTE WIEDERHOLUNG
Aktivität Nutzen
Zu Beginn einer Lehrveranstaltung bereiten Kleingruppen zentrale Inhalte (Begriffe, Modelle, Abläufe) der letzten Sitzung auf Plakaten auf. Beim Galeriegang füllen alle ein Arbeitsblatt aus, auf dem sie zentrale Punkte der anderen Gruppen notieren oder offene Fragen festhalten. Die Methode sorgt für eine hohe Aktivierung und ermöglicht bewegtes Lernen, wodurch zentrale Inhalte in kurzer Zeit wiederholt werden. Studierende erkennen dabei eigene Lücken und festigen ihr Wissen. Dozierende erhalten zugleich einen Überblick über den Lernstand und können die weitere Lehre daran ausrichten.

Verarbeiten von Lehrinhalten

THEORIEN IM VERGLEICH
Aktivität Nutzen
Studierende arbeiten nach einem Input zu Theorien in Gruppen je eine Theorie auf und visualisieren diese auf einem Poster oder Flipchart. Die Methode erleichtert Studierenden den Überblick über komplexe Inhalte, fördert das Lernen durch Bewegung und Visualisierung und regt den Austausch über Rückfragen an. Dozierende profitieren von der strukturierten Darstellung, die unterschiedliche Theorien vergleichbar macht und Diskussionsanlässe schafft.

Formatives Prüfen

PROJEKTENTWÜRFE IM FEEDBACKRUNDGANG
Aktivität Nutzen
Studierende präsentieren Zwischenergebnisse ihrer Projekte auf Plakaten. Diese werden in einem Rundgang gegenseitig begutachtet, diskutiert und mithilfe vorbereiteter Kriterienbögen eingeschätzt. Die Lehrperson beobachtet den Rundgang, sammelt Rückmeldungen ein und nutzt diese zur Lernbegleitung. Die Methode ermöglicht frühzeitige Rückmeldungen, mit denen Studierende ihre Projekte weiterentwickeln können. Gleichzeitig erhalten Dozierende strukturierte Einblicke in den Arbeitsstand und die Qualität des Peer-Feedbacks, wodurch sie den Lernprozess bedarfsgerecht begleiten können.

 

Stolperfrei durchstarten

Was kann herausfordernd sein? Was hilft in der Praxis?
Beiträge sind qualitativ oder formal sehr unterschiedlich.

Klären Sie Kriterien für die Gestaltung vorab gemeinsam (vgl. Leistungsbewertung).

 

Geringe Beteiligung beim Rundgang.
 
Geben Sie Rückmeldeformulare oder Leitfragen mit.

Wenig Zeit für Diskussion.

Lassen Sie Poster ohne Gruppenmitglieder ausstellen und Fragen sammeln. Integrieren Sie die Diskussion in Folgesitzung.

Raum ist zu klein für Bewegung.

Führen Sie den Galeriegang in Etappen oder digital via Zoom durch.

 

Alternative Methoden

(Poster-)Präsentation

Visualisiert Gruppenergebnisse und macht sie für andere zugänglich. Die Präsentation erfolgt meist statisch frontal vor Publikum.

Plakat mit offenen Fragen

Fördert die schriftlich-kollaborative Auseinandersetzung mit zentralen Themen. Es dient eher der Ideensammlung zu Beginn oder zur Reflexion.

Concept Map

Visualisiert zentrale Begriffe und ihre Beziehungen in einer übersichtlichen Struktur. Dient primär der individuellen oder gruppenbasierten Wissensorganisation und dem Verständniszusammenhang.

 

 

Ressourcen