Plakat mit offenen Fragen
Gemeinsame Fläche für Perspektiven
Was steckt dahinter – und wofür ist es gut?
Studierende notieren ihre Gedanken zu offenen formulierten Fragen, entweder analog auf einem vorbereiteten Flipchart-Plakat oder digital z.B. über das ILIAS LiveVoting oder Mentimeter. Optional können die Notizen anonym und damit ohne Gruppendruck erfolgen. Nehmen Sie sich im Anschluss ein paar Minuten Zeit, um nachzufragen, wenn einzelne Äusserungen nicht verständlich sind. Fassen Sie die Kommentare zusammen, strukturieren Sie sie inhaltlich und melden Sie die Ergebnisse den Studierenden zurück. So eröffnet diese Methode Räume für ehrliches Feedback und fördert den gemeinsamen Denkprozess.
Das Plakat mit offenen Fragen eignet sich als Methode für den Einstieg, zur inhaltlichen Verarbeitung und für Zwischenfeedback
Aufwand: mittel
VORBEREITUNG: klare, offene Fragen formulieren
NACHBEREITUNG» Antworten clustern, zusammenfassen, Rückmeldung geben
Einblicke
Einstieg
| Aktivität | Nutzen |
|---|---|
| Zum Auftakt eines neuen Themas bereitet der Dozent zwei bis vier Plakate mit offenen Fragen zum Thema vor, z.B. «Was verbinden Sie mit …?». Studierende gehen herum, lesen die Fragen und schreiben spontan ihre Gedanken auf die Plakate. | Die Methode ermöglicht Studierenden einen sanften, aktivierenden Einstieg und fördert die Auseinandersetzung mit dem Thema. Dozierende erhalten gleichzeitig ein Stimmungsbild sowie Hinweise zu den vorhandenen Vorkenntnissen und können ihre Lehrinhalte darauf abstimmen. |
Verarbeiten von Inhalten
| Aktivität | Nutzen |
|---|---|
| Nach einer Inputphase stellt die Lehrperson Verständnis- oder Transferfragen, z.B. «Wo würden Sie dieses Konzept anwenden?» auf einzelnen Plakaten. Studierende ergänzen ihre Gedanken schriftlich oder mit Symbolen. | Die Methode macht individuelle Lernprozesse sichtbar, fördert nachhaltiges Verstehen und unterstützt Studierende dabei, persönliche Bezüge zum Stoff herzustellen. Gleichzeitig erhalten Dozierende wertvolle Impulse für weiterführende Diskussionen und können den Lernfortschritt begleiten. |
Zwischenfeedback
| Aktivität | Nutzen |
|---|---|
| Zur Halbzeit des Semesters oder nach einem Themenblock halten Studierende anonym auf Plakaten fest, was ihnen beim Lernen hilft und wo sie noch Schwierigkeiten sehen. Die Rückmeldungen dienen als Grundlage für Anpassungen der Lehre. | Die Methode liefert Dozierenden ein ehrliches Stimmungsbild und konkrete Ansatzpunkte zur Anpassung der Lehrgestaltung. Für Studierende erhöht dies die wahrgenommene Relevanz der Veranstaltung, stärkt die Beteiligungskultur und fördert eine lernförderliche Atmosphäre. |
Stolperfrei durchstarten
| Was kann herausfordernd sein? | Was hilft in der Praxis? |
|---|---|
| Unklare oder oberflächliche Antworten. |
Formulieren Sie Fragen klar und offen («Was hat Sie überrascht?» statt «Wie fanden Sie das?»). |
| Hemmungen durch fehlende Anonymität. |
Verlassen Sie für die Schreibphase den Raum oder nutzen Sie digitale Tools (z.B. ILIAS LiveVoting).
|
| Zeitaufwändige Auswertung. |
Clustern Sie Antworten nach Themen und verdichten Sie diese für die nächste Sitzung. Priorisieren Sie Rückmeldung auf die häufigsten Punkte. |
| Wenig Beteiligung durch die Studierenden. |
Motivieren Sie vorab zur Mitwirkung und zeigen Sie auf, wie das Feedback in die Gestaltung einfliesst. |
Alternative Methoden
Galeriegang
Fördert schriftliche Auseinandersetzung und Gruppenaktivität im Raum. Die Gruppen zirkulieren und kommentieren Arbeiten.
Buzzgroups
Aktiviert Studierende zur gemeinsamen Diskussion zu offenen Fragen. Sie sind mündlich, spontan und ohne schriftliche Fixierung.
Brainstorm
Regt zur ideenreichen Auseinandersetzung mit einer offenen Fragestellung an und ist meist frei und mündlich.
