Brainstorm

Gedankensprudel ohne Bewertung

Was steckt dahinter – und wofür ist es gut?

Brainstorming ist eine kreative Methode zur schnellen Ideensammlung in Gruppen. Innerhalb kurzer Zeit erzeugen die Teilnehmenden möglichst viele Einfälle zu einer konkreten Fragestellung – ohne sie sofort zu bewerten. Die Ideen können analog an der Tafel oder einem Flipchart festgehalten werden. In grösseren Gruppen eignet sich die digitale Erfassung z.B. mit dem ILIAS LiveVoting oder Mentimeter.

Das Brainstorming kann zum Aktivieren von Vorwissen oder für kurze Verarbeitungssequenzen eingesetzt werden.

Aufwand: niedrig bis mittel

VORBEREITUNG: klare Fragestellung formulieren, Moderationsregeln festlegen

DURCHFÜHRUNG: Moderation, Einbinden Zurückhaltender, Struktur geben

NACHBEREITUNG: Clusterung, Priorisierung, Ergebnissicherung

Einblicke

Vorwissen aktivieren

THEMENAUFTAKT MIT ASSOZIATIONEN
Aktivität Nutzen
Die Lehrperson stellt zu Beginn eines Seminars eine offene Einstiegsfrage zum Thema der Sitzung, z.B. «Was verbinden Sie mit…?». Die Studierenden äussern spontane Assoziationen. Die Methode bindet Studierende direkt ein, aktiviert ihr Vorwissen und macht unterschiedliche Perspektiven sichtbar. Dozierende erhalten einen Überblick über die Wissensstände und können den Einstieg motivierend und passgenau gestalten.

Verarbeiten von Lehrinhalten

TRANSFER IN KLEINGRUPPEN
Aktivität Nutzen
Nach einem Input zu einer Theorie sammeln Studierende in Kleingruppen konkrete Anwendungsbeispiele für die genannten Prinzipien. Diese werden im Plenum gesammelt. Die Methode unterstützt die Anwendungskompetenz, indem theoretische Inhalte operationalisiert und auf neue Kontexte übertragen werden. Gleichzeitig entsteht eine breite Ausgangsbasis für die weitere Bearbeitung und Auswahl von Inhalten.
GRUPPENLÖSUNGEN FÜR PRAXISFÄLLE
Aktivität Nutzen
Nach einem Theorie-Input bearbeiten die Studierenden in Kleingruppen einen komplexen Fall aus der Praxis (z.B. Forschung oder Politik) und entwickeln möglichst vielfältige Lösungsideen. Die Beiträge werden digital gesammelt. Die Methode fördert Perspektivenvielfalt, divergentes Denken und eine vertiefte Begriffsbildung bei den Studierenden. Sie erhöht die Relevanz der Themen und gibt Dozierenden die Möglichkeit, das Verständnis der Lernenden einzuschätzen und darauf aufzubauen.

 

Stolperfrei durchstarten

Was kann herausfordernd sein? Was hilft in der Praxis?
Studierende sind anfangs zurückhaltend.

Geben Sie klare Regeln vor: Keine Bewertung während der Sammlung, alle Ideen sind willkommen.

Dominanz einzelner Personen hemmt andere.
 
Vergeben Sie Rollen (z.B. Moderator*in, Protokollant*in). Fragen Sie Beiträge reihum ab oder sammeln Sie diese anonym. 

Es entstehen viele, aber teils unsortierte Ideen.

Nehmen Sie im Anschluss eine Clusterung oder Priorisierung vor (z.B. mit Punkten, Kategorien, Farben). Oder übergeben Sie dies als Aufgabe an die Studierenden.

Unpassende oder wenig hilfreiche Beiträge.

Formulieren Sie Thema und Ziel des Brainstormings präzise. Geben Sie bei Bedarf Beispiele. 

Alternative Methoden

Concept Map

Fördert kreatives Denken und die Sammlung von Ideen rund um ein Thema. Sie ist nicht ungeordnet, sondern hat eine explizite Struktur und inhaltlichen Verbindungen.

Buzzgroups

Aktiviert in kurzer Zeit viele Ideen und Perspektiven durch spontane Diskussion in Kleingruppen. Ein Ideenaustausch findet hier im kleinen Kreis statt – und erfolgt oft strukturierter.

Think-Pair-Share

Führt wie Brainstorming zu vielen Beiträgen durch Aktivierung aller Teilnehmenden. Der Ideensammelprozess ist stärker individualisiert und schrittweise aufgebaut.

 

 

Ressourcen