Wissens-Fussball

Lernen im Wettkampfmodus

Was steckt dahinter – und wofür ist es gut?

Der «Wissens-Fussball» ist ein kompetitives Lernspiel, in dem zwei Teams gegeneinander antreten und abwechselnd Fragen beantworten – wie bei einem Elfmeterschiessen. Bei richtiger Antwort wird ein «Tor» erzielt.

«Wissens-Fussball» eignet sich sowohl zur Aktivierung von Vorwissen, zur Verarbeitung von Lehrinhalten als auch zum formativen Prüfen. Es kann mündlich oder digital mit einem Abstimmungstool (z.B. ILIAS LiveVoting, Mentimeter) durchgeführt werden.

Aufwand: niedrig bis mittel

 

 

VORBEREITUNG: gute, lernzielorientierte Fragen formulieren

DURCHFÜHRUNG: Moderation und Zeitmanagement

Einblicke

Aktivieren von Vorwissen

SEMESTERSTART MIT GRUNDLAGENCHECK
Aktivität Nutzen
Zu Beginn des weiterführenden Seminars stellt die Lehrperson vorbereitete Verständnisfragen zu zentralen Konzepten aus den vorangegangenen Einführungsveranstaltungen. Die Gruppen diskutieren intern und beantworten nacheinander die Fragen. Die Methode ermöglicht eine lernförderliche Wiederholung und Festigung von Wissen. Vorwissen wird aufgefrischt, zentrale Begriffe nochmals verankert, und die Lehrperson erkennt frühzeitig, wo noch Verständnishürden bestehen.

Verarbeiten von Lehrinhalten

GRUPPENDUELLE IM HÖRSAAL
Aktivität Nutzen
Am Ende der Vorlesung spielen mehrere Gruppen parallel Wissens-Fussball. Die Lehrperson hat im Vorfeld vier Studierende beauftragt, die Spiele zu leiten. Sie erhalten eine Liste mit Fragen und den passenden Antworten zu den zentralen Inhalten der Sitzung. Im Hörsaal bilden sich mehrere Teams, die sich abwechselnd den Fragen ihrer Spielleitung stellen.  Die Methode fördert die Reaktivierung von Wissen und aktiviert das Langzeitgedächtnis. Trotz grosser Gruppengrösse werden viele Studierende gleichzeitig eingebunden. Die Lehrperson kann sich auf das Beobachten und punktuelle Ergänzen konzentrieren.

Formatives Prüfen

PRÜFUNGSTRAINING MIT FEEDBACK
Aktivität Nutzen
In einer Übungseinheit treten zwei Teams im Wissens-Fussball gegeneinander an. Die Lehrperson moderiert das Spiel, stellt prüfungsnahe Fragen und gibt bei Unsicherheiten oder falschen Antworten kurze Rückmeldungen. Die Methode gibt Studierenden unmittelbares, informelles Feedback zu ihrem Wissensstand und unterstützt sie dabei, eigene Lernlücken zu erkennen. Dozierende erhalten gleichzeitig Einblick in den aktuellen Lernstand und können auf bestehende Unsicherheiten eingehen.

 

Stolperfrei durchstarten

Was kann herausfordernd sein? Was hilft in der Praxis?
Gruppen können sich bei falscher Antwort frustriert fühlen oder sich gegenseitig kritisieren.

Etablieren Sie klare Spielregeln und einen wertschätzenden Umgang.

Der Spielcharakter überlagert die Konzentration auf Inhalte.
 
Passen Sie die Fragen an Ihre Learning Outcomes an. Bauen Sie bei Bedarf eine Diskussion statt «schneller Antwort» ein.

Leistungsunterschiede innerhalb der Gruppen verstärken sich.

Mischen Sie Gruppen.

Zeitliche Planung ist herausfordernd bei vielen Gruppen.

Führen Sie Parallelspiele in Kleingruppen durch.

Alternative Methoden

Quiz

Fragt zentrale Inhalte ab. Erfolgt in stiller Einzel- oder Gruppenarbeit - keine spielerische Wettkampfsituation.

Wahrheit oder Lüge

Fördert das kritische Überprüfen von Aussagen und ist stärker auf Diskussion und Unterscheidung angelegt.

Concept Map

Hilft beim Verarbeiten und Verankern von Wissen. Ist visuell und analytisch statt impulsiv und spielerisch.

 

 

Ressourcen