Wahrheit oder Lüge

Spielerisch zum Wissens-Check

Was steckt dahinter – und wofür ist es gut?

«Wahrheit oder Lüge» ist eine aktivierende Methode, bei der Studierende zwei Aussagen zu einem Thema präsentieren – eine wahre und eine falsche. Die anderen Studierenden stimmen ab, welche Aussage der Wahrheit entspricht.

Die Methode eignet sich hervorragend, um Wissen spielerisch zu aktivieren, festigen und formativ zu überprüfen, Diskussionen anzuregen und kritisches Denken zu fördern. Sie kann analog oder digital (z.B. ILIAS LiveVoting) durchgeführt werden.

Aufwand: niedrig

 

 

VORBEREITUNG: ggf. Beispiel vorgeben, Aussagen prüfen

DURCHFÜHRUNG: ggf. Moderation der Diskussion

Einblicke

Vorwissen aktivieren

SPIELERISCHER RÜCKBLICK
Aktivität Nutzen
Zu Beginn einer Veranstaltung bereiten Studierende in Kleingruppen je ein «Wahrheit-oder-Lüge»-Paar zu einem Thema des letzten Termins vor und spielen diese im Plenum durch. Nach jeder Runde wird diskutiert, warum eine Aussage stimmt oder nicht. Die Methode fördert eine höhere Behaltensleistung, indem sie zur aktiven Auseinandersetzung mit den Inhalten anregt. Durch die direkte Anwendung von Wissen und die Reflexion über inhaltliche Feinheiten wird das Verständnis nachhaltig gestärkt. Sätze

Verarbeiten von Lehrinhalten

KURZAKTIVIERUNG IM THEORIEBLOCK
Aktivität Nutzen
Nach einem Theorieabschnitt bilden Studierende Kleingruppen und formulieren gemeinsam je zwei Aussagen zur behandelten Theorie – eine wahre und eine falsche. Anschliessend werden einige Aussagen gruppenweise vorgestellt, und darüber abgestimmt. Die Auflösung erfolgt durch die präsentierende Gruppe mit kurzer Begründung. Die Methode steigert die Konzentration und Interaktion der Studierenden durch kognitive Aktivierung. Sie dient der aktiven Verarbeitung des frisch vermittelten Wissens, da die Studierenden die Inhalte in eigene Worte fassen, kritisch prüfen und in Bezug setzen müssen.

Formatives Prüfen

PEER-FEEDBACK MIT FACHBEZUG
Aktivität Nutzen
Die Studierenden entwickeln in einer Übungseinheit je ein eigenes Wahrheit-Lüge-Paar zu einem inhaltlichen Schwerpunkt der Lehrveranstaltung. Sie kennzeichnen die korrekte Lösung, begründen diese und reichen das Ganze zur Überprüfung an Peers weiter. Die Peer-Gruppe prüft Inhalt, Logik und Begründung mit Fachquellen und gibt ein kurzes Feedback. Studierende reflektieren ihr eigenes Verständnis, üben die Anwendung von Fachwissen in prägnanter Form und trainieren, Aussagen nachvollziehbar zu begründen. Die Methode überprüft, ob die Studierenden zentrale Inhalte fachlich korrekt verstanden und auf den Punkt bringen können.

 

Stolperfrei durchstarten

Was kann herausfordernd sein? Was hilft in der Praxis?
Unausgewogene oder zu triviale Aussagen verringern den Lerneffekt.

Lassen Sie Aussagen im Vorfeld in Gruppen vorbereiten und testen Sie die Plausibilität selbst.

Reine Belustigung ohne Lerneffekt.

Kombinieren Sie mit Begründungsrunden: Warum ist Aussage A plausibel oder nicht?
 
Zeitaufwand bei grossen Gruppen.

Setzen Sie Breakout-Gruppen (online) oder Kleingruppenphasen (vor Ort) ein.

Unsicherheit der Studierenden beim Einstieg.

Starten Sie mit einem Beispiel aus Ihrer Fachpraxis und erklären Sie Ihre Denkweise beim Erstellen.

Alternative Methoden

Begründetes Keyword

Der Fokus liegt auf inhaltlicher Verdichtung und Bewertung von Aussagen. Fördert eigenständige Auswahl und Begründung eines zentralen Begriffs.

Application Cards

Fordert aktive Auseinandersetzung mit fachlichen Inhalten. Zielt mehr auf das Übertragen auf neue Anwendungskontexte ab.

Concept Map

Fördert die inhaltliche Reflexion und nutzt visuelle Strukturierung und Beziehungen zwischen Fachbegriffen.

 

 

Ressourcen