Advance Organizer

Lerninhalte strukturieren mit Themenkarte

Was steckt dahinter – und wofür ist es gut?

Der Advance Organizer ist eine visuelle Strukturierungshilfe – z.B. in Form einer Mindmap - die zu Beginn, im Verlauf oder am Ende einer Lehrveranstaltung eingesetzt werden kann. Er zeigt zentrale Begriffe, Zusammenhänge und Ziele eines Themenfelds – sozusagen ein «roter Faden» der Studierenden Orientierung bietet. Digital lässt sich der Advance Organizer z.B. mit einem Zoom Whiteboard umsetzen und beliebig erweitern.

Der Advance Organizer eignet sich sowohl für den Einstieg in ein neues Thema, zur Aktivierung von Vorwissen als auch zur Verarbeitung und Strukturierung bereits erarbeiteter Inhalte. 

Aufwand: niedrig bis mittel

 

 

VORBEREITUNG: Auswahl und Strukturierung der zentralen Begriffe und Beziehungen

Einblicke

Einstieg

VISUELLER SEMESTERÜBERBLICK
Aktivität Nutzen
Zu Beginn des Semesters erstellt eine Dozierende in ihrer Vorlesung eine visuelle Übersicht, in der die Themenblöcke des Semesters und ihre Zusammenhänge aufgezeigt werden. Im Verlauf des Semesters wird immer wieder auf den Advance Organizer zurückgegriffen, sichtbar gemacht, wo man aktuell steht, und die Darstellung fortlaufend mit Details ergänzt. Die strukturierende Darstellung dient als roter Faden für die gesamte Veranstaltung, unterstützt die Studierenden dabei, den Lernverlauf besser zu überblicken und neue Inhalte einzuordnen.

Vorwissen aktivieren

BEGRIFFSNETZ ERGÄNZEN
Aktivität Nutzen
Zu Beginn der Vorlesung stellt ein Dozent einen lückenhaften Advance Organizer mit zentralen Themenblöcken bereit. Die Studierenden ergänzen im Plenum fehlende Begriffe und Zusammenhänge aus der vorherigen Sitzung durch digitale Abstimmung. Die Methode hilft, Vorwissen zu aktivieren und den thematischen Anschluss zu sichern. Dozierende erhalten einen Einblick in das Vorwissen der Gruppe und können darauf ihre weitere Lehre aufbauen.

Verarbeiten von Lehrinhalten

GRUPPENARBEIT ZUM THEMENBLOCK
Aktivität Nutzen
Am Ende eines Themenblocks erstellen die Studierenden in Kleingruppen selbst einen Advance Organizer. Die entstandenen Organizers werden im Plenum diskutiert und gemeinsam ergänzt.  Methode dient der aktiven Auseinandersetzung mit dem Gehörten. Dozierende erhalten Einblick, wie gut zentrale Inhalte verknüpft wurden, und können Verständnislücken aufdecken und schliessen.

 

Stolperfrei durchstarten

Was kann herausfordernd sein? Was hilft in der Praxis?
Zu viele Begriffe und Verzweigungen können überfordern.

Beschränken Sie sich auf 20–40 zentrale Begriffe und klare Hauptbeziehungen.

Organizer wirkt statisch oder trocken.

Betten Sie die Begriffe in ein interessantes Problem oder Fallbeispiel ein.
 
Der Aufwand in der Vorbereitung ist hoch.

Nutzen Sie Vorlagen oder lassen Sie Studierende selbst einen Organizer erstellen.

Die Methode verliert an Wirkung, weil sie nur einmalig verwendet wird.

Halten Sie den Organizer während des Semesters präsent und ergänzen Sie ihn bei Bedarf.

Alternative Methoden

Concept Map

Visualisierung zentraler Begriffe und deren Zusammenhänge zur Förderung des Verstehens. Sie werden von den Lernenden selbst erstellt (statt vorgegeben) und eignen sich auch zur Reflexion und Prüfung des Verständnisses.

Plakat mit offenen Fragen

Strukturiert den Einstieg in ein Thema über gezielte Leitfragen. Ist fragengesteuert statt begriffsorientiert und fordert eher erste Impulse als systematische Einordnung.

Was-wie-warum-Tabelle

Strukturiert Wissen in Kategorien und fördert das Verständnis von Zusammenhängen. Sie ist tabellarisch statt visuell-vernetzt, folgt einem linearen Aufbau statt einer freien Struktur.

 

 

Ressourcen