Synchron hybride Lehre
Lehrveranstaltungen gleichzeitig online und im Raum gestalten
Wegweiser: Was steckt dahinter - wofür ist es gut? | Einblicke | Stolperfrei durchstarten | Ressourcen | Kontakt
Was steckt dahinter – und wofür ist es gut?
Synchron-hybride Lehre ist ein spezielles Format innerhalb von Blended Learning: Eine Lehrveranstaltung wird so durchgeführt, dass Teilnehmende gleichzeitig vor Ort und online teilnehmen können. Besonders bei externen Studienangeboten oder Studierenden mit eingeschränkter Mobilität ermöglicht Hybridlehre eine grössere Reichweite und Individualisierung.
Alle Teilnehmenden werden aktiv in die gemeinsame Lernsituation eingebunden – trotz räumlicher Trennung. Richtig umgesetzt, verbindet das Format die Vorteile der Online-Lehre mit der Möglichkeit unmittelbarer Interaktion: Inhalte können direkt geklärt, Fragen spontan aufgegriffen und Denkprozesse sichtbar gemacht werden, während örtliche Flexibilität ermöglicht wird, ohne den sozialen und didaktischen Zusammenhang der Lerngruppe aufzulösen. Damit dies gelingt, braucht es eine klare didaktische Struktur, passende Technik, eine detaillierte Planung mit Rollenverteilung und Aufmerksamkeit für die soziale Dynamik beider Gruppen.
Einblicke
| Aktivität | Nutzen |
|---|---|
Nach einem kurzen Input bearbeiten alle Studierenden eine Aufgabe über ein digitales Whiteboard (z. B. Zoom Whiteboard). Auch im Raum wird dieses projiziert. In Breakout-Räumen diskutieren alle in wechselnden Gruppen – auch Präsenz-Studierende loggen sich kurz digital ein. |
Ermöglicht gleichberechtigte Zusammenarbeit in gemischten Gruppen, unabhängig vom Ort; fördert Gruppenverantwortung und reduziert Distanz zwischen Online- und Präsenzteilnehmenden. |
| Aktivität | Nutzen |
|---|---|
Nach einem Impuls diskutieren die Studierenden zentrale Thesen. Online-Beiträge laufen über den Chat und werden durch eine Co-Moderation ins Plenum integriert. |
Aktiviert Studierende beider Gruppen durch strukturierte Beteiligung; verbindet Live-Interaktion mit ortsunabhängiger Teilnahme und steigert die Anschlussfähigkeit der Diskussion. |
Stolperfrei durchstarten
| Was kann herausfordernd sein? | Was hilft in der Praxis? |
|---|---|
| Unterschiedliche technische Ausstattung bei den Studierenden |
Kommunizieren Sie Mindestanforderungen transparent. Nutzen Sie die von der Uni Bern lizenzierten Tools.
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| Ungleichgewicht in der Interaktion zwischen Online- und Präsenzteilnehmenden; geringe Aktivierung der Online-Teilnehmenden |
Integrieren Sie aktivierende Verarbeitungssequenzen, z.B. in Breakout-Räumen. Nutzen Sie Tools wie Live-Abstimmungen (z.B. mit ILIAS oder Mentimeter ) oder kollaborative Whiteboards (z.B. direkt in Zoom), an denen alle gleichzeitig teilnehmen können. |
| Erhöhter Koordinationsaufwand für Lehrende (z.B. Chat und Raum gleichzeitig moderieren). | Benennen Sie eine Co-Moderation oder Chat-Begleitung für die Online-Gruppe. |
| Gespräche und Blickkontakte fokussieren sich auf den Präsenzraum oder auf eine grosse Projektion – eine Teilnehmergruppe fühlt sich ausgeschlossen. |
Montieren Sie die Kamera an einem geeigneten Ort. Wiederholen Sie Fragen aus dem Raum laut. Zeigen Sie die Videos der online Teilnehmenden in den Raum. Richten Sie die Sitzordnung adäquat aus. |
