Studienprogramme neu konzipieren
Zukunftsfähige Lehre im Ganzen entwerfen
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Was steckt dahinter – und wofür ist es gut?
Die Neukonzeption eines Studienprogramms bietet Hochschulen die Möglichkeit, aktuelle gesellschaftliche, fachliche und berufliche Entwicklungen aufzugreifen. Ziel ist es, ein attraktives, studierbares und zukunftsfähiges Studienangebot zu schaffen, das Fachkompetenzen und überfachliche, praxisrelevante Kompetenzen vermittelt. Internationale Kooperationen wie Mobilitätsfenster, Double Degrees oder Joint Degrees – beispielsweise im Rahmen der Universitätsallianz ENLIGHT – bieten attraktive Optionen, um diese Ziele zu erreichen. Daraus entsteht ein Qualifikationsprofil. Es beschreibt, was Studierende am Ende des Studiums können sollen – idealerweise entlang von Anforderungen, wie sie in Berufsfeldern, Wissenschaft oder Gesellschaft erwartet werden.
Auf dem Qualifikationsprofil aufbauend werden thematische Schwerpunkte zu Modulen gebündelt, Modulziele formuliert und passende Assessments entwickelt. Die Lehr- und Lernmethoden werden so gestaltet, dass sie auf diese Ziele hinführen. Dies erfordert didaktische Kohärenz – also eine durchgängige Abstimmung zwischen Learning Outcomes, Lehr-/Lernszenarien und Prüfungen, um Studierende effektiv auf das Erreichen der angestrebten Kompetenzen vorzubereiten.
Zugleich müssen Studienprogramme logisch aufgebaut und realistisch studierbar sein. Eine klare Programmarchitektur, eine ausgewogene Modulabfolge und eine systematische Planung von Studienpfaden – auch für unterschiedliche Studierendentypen – sind hierfür entscheidend. Eine durchdachte Lehr-/Lernphilosophie ergänzt die fachlich-didaktische Planung: Sie legt z. B. fest, welchen Stellenwert Selbststudium, Interdisziplinarität oder Forschungsorientierung haben sollen.
An der Universität Bern unterstützt dieser systematische Ansatz die strategische Positionierung von Studienprogrammen. Durch die enge Verzahnung von Vision, Struktur und Inhalt werden Curricula geschaffen, die sowohl die institutionellen Qualitätsziele erfüllen als auch den Lernerfolg der Studierenden nachhaltig fördern.
