Icebreaker

Niedrigschwelliger Start ins Miteinander

Was steckt dahinter – und wofür ist es gut?

Ein Icebreaker ist eine aktivierende Methode, die dabei hilft, Barrieren abzubauen, erste Kommunikation zu ermöglichen und eine positive Lernatmosphäre und somit bessere Zusammenarbeit und aktivere Beteiligung zu schaffen.

Die Methode eignet sich besonders für den Einstieg in eine Lehrveranstaltung oder ein neues Thema, um erste persönliche Bezüge herzustellen und eine offene Lernatmosphäre zu schaffen oder das Vorwissen der Studierenden zu aktivieren.

Aufwand: niedrig

 

 

VORBEREITUNG: Fragen auswählen, Ablauf überlegen

Einblicke

Einstieg

SEMINARSTART MIT NEUEN STUDIERENDEN
Aktivität Nutzen
Die Studierenden nennen im Plenum oder in Kleingruppen ihren Namen, Studiengang und beantworten eine kreative Frage, z.B. «Welche Superkraft hätten Sie gern?». Die Methode erleichtert Studierenden den Einstieg, baut Unsicherheiten ab und schafft eine vertrauensvolle Atmosphäre, die spätere Diskussionen und Gruppenarbeiten fördert. Dozierende profitieren von einer offeneren, kooperativen Lernumgebung, die aktive Beteiligung und Zusammenarbeit unterstützt.
TEAMSTART MIT PERSÖNLICHEM BEZUG
Aktivität Nutzen
Gruppenmitglieder einer neu gebildeten Projektgruppe stellen sich gegenseitig vor und sammeln Gemeinsamkeiten (z.B. alle mögen Kaffee; alle haben schon mal eine Vorlesung verpasst). Die Methode stärkt das Gruppengefühl und erleichtert den Einstieg in die Zusammenarbeit. Studierende profitieren von persönlichen Verbindungen, die zu effizienteren Gruppenprozessen führen und Konflikte reduzieren. Dozierende gewinnen dadurch Zeit, da weniger Moderation und Konfliktklärung erforderlich sind.

Vorwissen aktivieren

PARTNERINTERVIEW ZUM THEMENSTART
Aktivität Nutzen
Zu Beginn der Veranstaltung führen Studierende Partnerinterviews mit vorbereiteten Leitfragen durch, z.B. «Was weisst du bereits zum Thema?». Im Anschluss werden ausgewählte Antworten im Plenum gesammelt. Die Methode aktiviert das Vorwissen der Studierenden und erhöht die persönliche Relevanz der Inhalte, wodurch das Lernumfeld persönlicher wird. Dozierende erhalten gleichzeitig eine Grundlage, um die Inhalte an die Vorkenntnisse und Bedürfnisse der Gruppe anzupassen.

 

Stolperfrei durchstarten

Was kann herausfordernd sein? Was hilft in der Praxis?
Icebreaker werden als «Zeitverschwendung» wahrgenommen werden – insbesondere in stark inhaltsgetriebenen Lehrformaten.

Erklären Sie kurz, warum der Icebreaker die Lernatmosphäre verbessert und den Austausch fördert.

Studierende fühlen sich bei persönlichen Fragen schnell überfordert oder blossgestellt.
 
Verwenden Sie humorvolle, aber unkritische Fragen – keine, die zu intime Einblicke erfordern.

Alternative Methoden

Buzzgroups

Ermöglichen sofortigen Austausch in kleinen Gruppen. Aktivieren und bauen Hemmungen ab. Sind direkt fachlich orientiert, während Icebreaker meist soziales Kennenlernen priorisieren.

Stimmungsbarometer

Lockert zu Beginn die Atmosphäre auf, indem es Meinungen oder Haltungen sichtbar macht. Der Fokus liegt auf inhaltlicher Positionierung.

Blitzlicht

Gibt allen kurz eine Stimme, hilft beim Ankommen und fördert erste Beteiligung. Ist oft themenbezogener und weniger spielerisch.

 

 

Ressourcen